Intrapreneurship im Mittelstand: Unternehmergeist von innen stärken

Im Bergischen Land gibt es viele Unternehmen, die seit Jahren – oft seit Generationen – erfolgreich wirtschaften. Mittelständisch geprägt, bodenständig, mit viel Fachwissen und einer starken Verbundenheit zur Region. Gleichzeitig spüren viele von ihnen: Die Herausforderungen haben sich verändert. Märkte sind schneller geworden, Fachkräfte knapper, Kundenanforderungen komplexer. Und mit all dem wächst der Druck, sich weiterzuentwickeln, ohne die eigene Identität zu verlieren.

Genau an diesem Punkt lohnt sich der Blick nach innen. Denn in vielen Unternehmen steckt enormes Potenzial – in den Mitarbeitenden, ihren Ideen und ihrem Wunsch, Dinge aktiv mitzugestalten und zu verbessern. Intrapreneurship könnte genau hierfür einen Rahmen bieten.

Was bedeutet Intrapreneurship?

Intrapreneurship beschreibt unternehmerisches Denken und Handeln innerhalb bestehender Organisationen. Mitarbeitende gestalten aktiv mit, entwickeln neue Lösungen, hinterfragen Routinen und übernehmen Verantwortung. Nicht aus einem Pflichtgefühl heraus, sondern weil sie Gestaltungsspielräume bekommen und ernst genommen werden.

Warum Intrapreneurship in Unternehmen oft ungenutzt bleibt

In der Praxis zeigt sich jedoch häufig: Dieses Potenzial bleibt ungenutzt. Starre Strukturen, lange Entscheidungswege oder eine Kultur, in der Fehler vor allem als etwas Schlechtes wahrgenommen werden, sorgen dafür, dass gute Ideen gar nicht erst ausgesprochen werden – oder frühzeitig in die Schublade gelegt werden. Dabei sind es gerade die Mitarbeitenden, die nah an Prozessen, Kund*innen und Herausforderungen arbeiten und damit über Wissen verfügen, das durch kein Strategiemeeting ersetzt werden kann.

Führungskultur als Schlüssel für unternehmerisches Denken

Damit Intrapreneurship entstehen kann, braucht es vor allem eine andere bzw. veränderte Vorstellung von Führung. Weg vom reinen Steuern und Kontrollieren, hin zum Ermöglichen. Führungskräfte sind gefragt, sie dürfen Orientierung geben, Vertrauen schenken und Verantwortung bewusst teilen. Mitarbeitende dürfen gestalten, ohne allein gelassen zu werden – Führung bleibt dabei präsent, unterstützend und klar in der Richtung.

Unternehmenskultur und Fehlerkultur als Innovationsfaktor

Eine wichtige Grundlage dafür ist die Unternehmenskultur. Es braucht eine offene Kommunikation, transparente Ziele und eine konstruktive Feedbackkultur als Fundament. Ganz besonders entscheidend ist dabei der Umgang mit Fehlern. Wo Scheitern bestraft wird, entsteht keine Innovation. Wo hingegen Lernen erlaubt ist, wachsen Mut, Kreativität und unternehmerisches Denken.

3 Faktoren um Mitarbeitende beteiligen: Räume, Zeit und Formate schaffen

Intrapreneurship bedeutet dabei nicht, dass alle Mitarbeitenden zu Unternehmer*innen im Unternehmen werden müssen. Vielmehr geht es darum, echte Möglichkeiten zur Beteiligung zu schaffen. Wer Ideen einbringen möchte, braucht Räume, Zeit und passende Formate. Ob Workshops zur Ideengenerierung, interdisziplinäre Projektteams oder interne Pitch-Formate – entscheidend ist, dass Beteiligung gewollt ist und bloß nicht an formalen Hürden scheitert.

Intrapreneurship Beratung: von der Idee bis zum internen Pitch

Genau an dieser Stelle begleitet die Gründerschmiede Remscheid Unternehmen bei der Entwicklung und Umsetzung von Intrapreneurship-Aktivitäten. Mit Erfahrung aus bereits durchgeführten Projekten unterstützen wir Unternehmen dabei, unternehmerisches Denken zu fördern – von der ersten Ideenfindung über moderierte Workshops bis hin zur gemeinsamen Ausarbeitung von Pitch-Decks für die internen Entscheidungsrunden.

Dabei geht es nicht nur einfach um Innovationsimpulse, sondern um tragfähige Prozesse, die zur jeweiligen Unternehmenskultur passen sollen. Auch die Organisation und Durchführung von Workshops oder Pitch-Veranstaltungen – gerne auch in unseren Räumlichkeiten – gehört dazu. So entstehen Ideen, die nicht nur gedacht, sondern auch weiterentwickelt und umgesetzt werden können.

Zusammenarbeit als Motor für Innovation im Unternehmen

Wichtig ist dabei immer der gemeinsame Blick nach innen. Unternehmerisch handelnde Mitarbeitende sind keine Einzelkämpfer*innen. Gute Ideen entstehen im Austausch. Zusammenarbeit über Abteilungs- und Hierarchiegrenzen hinweg und werden so zum eigentlichen Innovationstreiber.

Fazit: Intrapreneurship ist eine Führungsaufgabe

Am Ende ist Intrapreneurship vor allem eines: eine Führungsaufgabe. Unternehmergeist lässt sich nicht anordnen. Er wächst dort, wo Vertrauen, Sinn und Gestaltungsfreiheit zusammen gedacht werden. Unternehmen, die diesen Raum schaffen, reagieren nicht nur einfach auf Veränderung – sie gestalten sie aktiv mit.

Wenn du dich fragst, wie Intrapreneurship in deinem Unternehmen konkret aussehen kann, lohnt sich ein Gespräch mit uns. Die Gründerschmiede unterstützt dabei, Ideen sichtbar zu machen, Strukturen zu schaffen und erste Schritte gemeinsam zu gehen.

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