Kleine Maßnahmen mit großer Wirkung – und was wir in der Gründerschmiede Remscheid daraus machen
Nachhaltigkeit ist so ein Thema, bei dem viele erstmal an große Konzepte denken: neue Technologien, riesige Investitionen oder politische Strategien. Aber ganz ehrlich?
Oft beginnt Nachhaltigkeit viel kleiner. Nämlich genau da, wo wir jeden Tag arbeiten: im Coworkingspace, im Büro, im Team, im Alltag.
Das zeigt auch eine aktuelle Umfrage von Civey im Auftrag von Sonar Real Estate (2025). Dort wurden 2.000 Büroarbeitende gefragt, was sie konkret für mehr Nachhaltigkeit am Arbeitsplatz tun.
Und die Ergebnisse sind irgendwie beruhigend – weil sie zeigen: Viele Menschen sind längst dran. Nicht perfekt, aber Schritt für Schritt.
Was Beschäftigte wirklich umsetzen
Ganz vorne mit dabei sind Maßnahmen, die einfach und direkt in den Alltag passen:
-
61 % achten auf Mülltrennung und Recycling
-
57 % schließen die Fenster während der Heizperiode
-
55 % vermeiden unnötiges Licht
-
48 % schalten Geräte aus, wenn sie nicht genutzt werden
-
48 % reduzieren den Papierverbrauch
Das sind keine spektakulären Innovationen – aber genau darin liegt die Kraft: Nachhaltigkeit funktioniert oft dann am besten, wenn sie nicht kompliziert ist.
Und ja: Auch bei uns in der Gründerschmiede Remscheid sind solche Dinge längst selbstverständlich. Mülltrennung gehört genauso dazu wie der bewusste Umgang mit Energie und Ressourcen.
Nicht, weil wir perfekt sein wollen. Sondern weil wir glauben: Zukunft entsteht im Alltag.
Nachhaltigkeit ist auch eine Frage der Zusammenarbeit
Was ich persönlich besonders schön finde: Nachhaltigkeit hört nicht bei uns als Organisation auf – sie zeigt sich auch in den Partnerschaften, die wir vor Ort leben.
Unser beauftragter Gebäudereiniger, die Firma Schulten Gebäudedienste ist mehrfach für seine nachhaltige Arbeitsweise und Nachhaltigkeitsstrategie ausgezeichnet worden. Das ist vielleicht nicht das Erste, woran man bei Innovation denkt – aber es zeigt, wie breit Nachhaltigkeit eigentlich aufgestellt ist.
Sie steckt nicht nur in großen Circular-Economy-Konzepten, sondern auch in der Frage: Wie wird gereinigt? Welche Materialien werden genutzt? Welche Standards werden gesetzt?
Wo noch Luft nach oben ist
Spannend war in der Umfrage aber auch: Nicht alle Maßnahmen werden gleich stark umgesetzt.
-
Nur 29 % nutzen nachhaltige Mobilitätsoptionen oder gehen zu Fuß
-
Nur 28 % achten darauf, beim Verlassen des Raumes nicht zu heizen
-
Und 14 % sagen sogar: „Ich mache keine der genannten Maßnahmen.“
Das zeigt: Nachhaltigkeit ist angekommen – aber längst noch nicht überall.
Und das ist auch nicht überraschend. Denn viele Menschen und Unternehmen stehen unter Druck. Da rutscht das Thema schnell nach hinten, obwohl es eigentlich so wichtig wäre.
Nachhaltigkeit als Teil moderner Unternehmensentwicklung
Gerade deshalb finden wir: Nachhaltigkeit darf kein Extra sein, das man „auch noch“ machen muss. Sie sollte Teil der Art werden, wie wir Wirtschaft gestalten.
In der Gründerschmiede begleiten wir Gründer*innen und Unternehmen nicht nur bei Businessplänen oder Scalierung, sondern immer häufiger auch mit einer Frage, die für die Zukunft entscheidend ist:
Wie kreislauffähig ist das, was ihr da gerade aufbaut?
Denn wer heute gründet oder ein Unternehmen weiterentwickelt, tut das in einer Welt, in der Ressourcen knapper werden, Lieferketten fragiler sind und Nachhaltigkeit längst ein wirtschaftlicher Faktor ist.
Deshalb sprechen wir in unserer Beratung zunehmend über Themen wie:
-
Circular Business Modelle
-
nachhaltige Produktentwicklung
-
regionale Wertschöpfung
-
verantwortungsvolle Innovation
Und wir arbeiten aktuell sogar an einem nächsten Schritt:
einem „Circular Ready“-Zertifikat für Startups, das jungen Unternehmen helfen soll, Kreislauffähigkeit von Anfang an mitzudenken – nicht als Pflicht, sondern als echte Chance.
FAB.Region: Nachhaltigkeit gemeinsam in die Region bringen
Im Projekt FAB.Region Bergischen Städtedreieck schauen wir noch größer auf das Thema.
Dort geht es nicht nur um nachhaltige Bürogewohnheiten, sondern um die Frage:
Wie wird unsere regionale Wirtschaft und gemeinsames Leben zukunftsfähig, resilient und kreislauforientiert?
Gemeinsam mit Unternehmen, Startups, Forschung und Praxis entwickeln wir konkrete Showcases:
-
Möbel-Upcycling
-
textile Wiederverwertung
-
neue Kooperationen zwischen Mittelstand und Gründerszene
-
Innovationsformate rund um Circular Economy
Nachhaltigkeit wird dadurch nicht nur diskutiert – sondern gemacht.
Unser Fazit: Es beginnt im Kleinen, aber es endet nicht dort
Ob Mülltrennung oder Circular Business Model – jeder Schritt zählt.
Die Statistik zeigt: Viele Menschen sind bereit, ihren Beitrag zu leisten. Jetzt geht es darum, daraus mehr zu machen als Einzelmaßnahmen.
Wir brauchen Orte, Netzwerke und Austausch, damit Nachhaltigkeit nicht bei guten Vorsätzen stehen bleibt, sondern Teil unserer wirtschaftlichen Zukunft wird.
Und genau daran arbeiten wir – hier in Remscheid, im Bergischen, gemeinsam mit euch.
Du möchtest wissen, wie nachhaltige Innovation in deinem Unternehmen oder Startup konkret aussehen kann? Dann lass uns ins Gespräch kommen.
