5 Dinge, die für Remscheid wichtiger sind als das DOC

Die Zukunft unserer Stadt hatte über viele Jahre nur drei Buchstaben: Das geplante DOC (Designer Outlet Center) in Lennep. Nach der niederschmetternden Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts gilt es nun den Blick schnell nach vorne zu lenken. Viel zu lange wurde die Zukunftsfähigkeit unserer Stadt an nur einer Idee festgemacht. Viel zu viele Ressourcen wurden darin gebündelt.

Dieses Scheitern ist keine Schande! Wer könnte das schließlich besser beurteilen als Gründer, die tagtäglich etwas probieren und daraus lernen? Nun besteht die Chance, sich neue Ziele zu stecken. Wir haben 5 Ansätze zusammengetragen:

1. Lebendige Innenstädte erzeugen

Weder die Lenneper Altstadt noch die Alleestraße wird je wieder, wie sie war. Von dem Irrglauben, die Innenstädte zu „retten“ oder gar in einen früheren Zustand zurückzuführen, muss man sich verabschieden. Es braucht neue Ideen, verrückte Ideen. Es fehlt eine Identität, mehr „Liebe zum Detail“ und mehr Angebote für Familien und Kinder. Nicht nur zu üblichen Ladenzeiten, sondern auch an Sonn- und Feiertagen. Was die Alleestraße ausgemacht hat waren nur bedingt die Geschäfte, es waren die Menschen, die dort gearbeitet, gelebt und den Tag genossen haben. Dazu sind Investitionen notwendig. Nicht an stadtfremde Planungsbüros, sondern an Remscheider Institutionen und Menschen, die ihre Stadt kennen, lieben und wertschätzen.

2. Steigerung der Innovationskraft unserer Unternehmen

Wir haben großartige Unternehmen in unserer Stadt. Unternehmerpersönlichkeiten, die sich weit über das Maß engagieren. Wir sollten alles dafür tun, diese Unternehmen in unserer Stadt zu halten. Vom kleinen Produzenten, über „Hidden Champions“ im Mittelstand bis zum großen Konzern müssen wir dabei helfen, dass die Unternehmen auch in Zukunft erfolgreich sind. Beispielsweise indem wir ihnen Beratung, Förderung und Impulse aus der Start-Up-Szene zur Verfügung stellen. Wir sind der Überzeugung, dass aus dem Zusammenspiel aus etablierten Unternehmen und jungen GründerInnen die Innovationskraft unserer Stadt gesteigert werden kann. In Remscheid wurden große Erfindungen gemacht, nun können wir gemeinsam neue vorantreiben!

3. Mehr (digitale) Tüftler in Schulen

Wir müssen Kinder und Jugendliche viel besser auf das vorbereiten, was sie in ihrem (Berufs-)Leben erwartet. Digitalisierung und große Zukunftstrends sind nicht nur Worthülsen, wir müssen SchülerInnen schon jetzt zu „digitalen Tüftlern“ ausbilden und sie für Unternehmertum begeistern. Unsere Unternehmen profitieren so von dringend benötigten Fachkräften und junge GründerInnen schaffen mit neuen Ideen spannende neue Arbeitsplätze, die diese Stadt dringend benötigt.

4. Nachhaltige Stadtentwicklung

Wie wollen wir in Zukunft nachhaltig leben, wohnen und arbeiten? Der Klimawandel ist nicht nur eine Gefahr, sondern auch eine riesige Chance. Wir müssen uns viel mehr dem besinnen, was unsere Region ausmacht. Der Natur. Natürlich müssen wir Sonne und Wind zur Erzeugung von Strom nutzen, aber warum eigentlich nicht Wasser? Wasserkraft war es doch schließlich, die vor hunderten Jahren die ersten Schmieden hat entstehen lassen! Wie werden wir zum Vorreiter einer nachhaltigen Stadt? In dem wir auch hier innovativ denken und handeln.

5. Mehr Remscheider Erfolgsgeschichten

In Remscheid werden viel zu wenige Erfolgsgeschichten erzählt. Wir reden viel zu häufig darüber, was nicht funktioniert anstatt über das, was funktioniert. Wir fragen nicht, was dafür spricht. Wir fragen, was dagegen spricht. Wir sind gut darin uns schlecht zu reden. Warum? Immer wenn die Stadt vor einer Herausforderung stand, dann wurde mit großem ehrenamtlichem Engagement gemeinsam angepackt und für großartige Lösungen gesorgt. Wir brauchen nicht mehr Erfolge, wir brauchen ein besseres Marketing. Wir müssen Erfolgsgeschichten erzählen und anfangen, unsere Stadt nicht nur zu lieben, sondern das auch mal jemandem zu sagen!

Der Zeitpunkt, sich neue Ziele zu stecken und einfach mal anzufangen ist genau jetzt! „Hinfallen, Aufstehen, Weitermachen“ würde man in der Gründerszene sagen.

Wir wollen niemandem mit diesem Beitrag einen „schwarzen Peter“ zu schieben. Bei der Erreichung jedes einzelnen Ziels können wir als Gründerschmiede mit unseren Ideen, vielen klugen Köpfen und unserem Netzwerk unterstützen. Und für weitere Ideen sind wir natürlich ebenfalls jederzeit zu begeistern!

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