Du bist erst vor kurzer Zeit mit deinem eigenen Unternehmen an den Start gegangen und siehst keinen Anlass, zum jetzigen Zeitpunkt schon über einen möglichen „Exit“ nachzudenken? Warum das ein Fehlgedanke sein könnte und sich hier die „Selbstständigen“ von den „Unternehmern“ und „Unternehmerinnen“ trennen, erfährst Du hier.

Wir erleben in Deutschland einen starken Wertewandel im Unternehmertum. Während es vor Jahren noch selbstverständlich war, ein Unternehmen als „Lebenswerk“ anzusehen und sich damit frühestens seinen Lebensabend über einen Verkauf zu versüßen, hat in jüngeren Generationen heutzutage projektbezogenes Denken Einzug gehalten.

Der klassische „selbst und ständige“ Unternehmer wurde abgelöst von einem prozessverliebten Innovator, der seine Rolle eher in der Arbeit an seinem Unternehmen als in seinem Unternehmen wahrnimmt. Als junge GründerInnen lieben wir es neue Unternehmen aufzubauen und sprudeln nur so vor Ideen. Wir wollen flexibel sein und schnell vorankommen.

Damit einher geht eine völlig neue Bewertung des „Exits“. Denn der Ausstieg des Unternehmers wird nicht länger als das „Ende des Unternehmens“ wahrgenommen, sondern ganz im Gegenteil als das eigentliche Ziel des eigenen Handelns.

Warum sollte man den Exit von Anfang an mitdenken?

Weil es das Ziel des unternehmerischen Handelns ist. Eine Idee zu verwirklichen und etwas aufzubauen, das so stark wächst, dass es nicht mehr von der Person des Unternehmers selbst abhängig ist. Und rein persönlich auch die Möglichkeit bietet, dir deine Idee und dein Handeln „vergolden“ zu lassen. Und dann eben das nächste Projekt anzugehen.

Die Exit-Planung sollte also idealerweise gemeinsam mit der Erstellung des Business Plans angegangen werden. Spätestens wenn im Gründungsprozess ein potenzieller Investor hinzugezogen wird, verlangt dieser sicherlich Informationen, über einen möglichen Exit und die Exit-Fähigkeit des Unternehmens. Das ist völlig selbstverständlich, denn genau aus diesen Beweggründen wird investiert.

Im Rahmen einer Exit-Strategie geht es jedoch um mehr als den Zeitpunkt eines Ausstiegs oder das Erreichen eines bestimmten Ziels. Es geht darum, das Unternehmen so aufzubauen, dass ein Exit überhaupt erst möglich wird. Das heißt, das Unternehmen muss auch ohne den Unternehmer oder die Unternehmerin funktionieren. Nur dann ist es auch spannend für einen Exit. Und hier sind wir wieder bei dem (neuen) Kernbegriff des Unternehmertums. Ein Unternehmen samt aller Prozesse so aufzubauen, dass es in sich funktioniert.

Dies ist übrigens nicht nur für einen Exit wichtig, sondern auch im Rahmen eines Notfallplans. Denn was passiert im Unternehmen, wenn der Unternehmer oder die Unternehmerin mal krankheitsbedingt ausfällt? Soll dann alles für Wochen zum Erliegen kommen? Das wäre der Worst-Case!

Aus diesen Beweggründen kann es gar nicht zu früh sein, einen Exit zumindest gedanklich durchspielen. Dabei kann man durchaus vom idealen Ergebnis zurückdenken. Also möchte ich das Unternehmen verkaufen? Oder soll es einen Börsengang (IPO) geben? Wenn ja, wie komme ich zu diesem Ziel? Wie muss ich mein Start-Up aufbauen, um das zu erreichen?

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